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Frank Wessel

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Energienews


19.03.2018

Planer: Hochkonjunktur verringert die Rendite

Höhere Personalkosten

„Ein Grund dieser Entwicklung dürften in vielen Unternehmen Investitionen in die eigenen Mitarbeiter sein“, erläutert VBI-Präsident Dr. Volker Cornelius. Die verstärkte Nachfrage nach Ingenieurleistungen hat die ohnehin angespannte Situation am Arbeitsmarkt für Ingenieure weiter verschärft.

Mit den Ingenieurbüros konkurrieren Bauindustrie und Baugewerbe sowie die großen Auftraggeber wie die Bahn AG um den Ingenieurnachwuchs. Nach vielen Jahren des Sparens stelle auch der Öffentliche Dienst – glücklicherweise – wieder Ingenieure ein. „Das hat nicht nur die Einstiegsgehälter für junge Ingenieure spürbar erhöht“, so der VBI-Präsident, „sondern die Kosten für Personal und Mitarbeiterbindung insgesamt.“ Das spiegelt sich auch in den Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung wider: Wie in den Vorjahren geben drei Viertel der VBI-Mitglieder (74 %) an, vakante Ingenieurstellen nicht schnell und qualifiziert besetzen zu können.

Hohe Nachfrage und solider Auftragsbestand

Die grundsätzlich jedoch positive Grundstimmung in den Ingenieurbüros – 46 % der Umfrageteilnehmer nennen ihre wirtschaftliche Lage sehr gut, weitere 47 % gut – basiert auf der anhaltend guten Nachfrage nach Planungs- und Beratungsleistungen sowie einem soliden aktuellen Auftragsbestand von durchschnittlich neun Monaten. Nach 55 % im Jahr 2016 erzielten im vergangenen Jahr 58 % der Umfrageteilnehmer Umsatzwachstum.

BIM: Hoffnung auf verbesserte Kooperation

Angesichts des digitalen Wandels der Baubranche hat der VBI seine Mitglieder auch danach gefragt, was sie von der Einführung digitaler Planungsmethoden (BIM) erwarten. Die meisten (34 %) Umfrageteilnehmer hoffen auf eine verbesserte Kooperation aller Planungsbeteiligten, ein weiteres Viertel (26 %) baut auf sinkende Fehlerquoten, während lediglich 10 % mit Planungsbeschleunigung und nur 4 % mit sinkenden Kosten rechnen.

Beteiligt haben sich an der aktuellen VBI-Befragung 406 Ingenieurbüros. Das entspricht rund 20 % der etwa 2000 Mitgliedsunternehmen.